Arbeitslosigkeit.com

Friktionelle Arbeitslosigkeit

In einem wirtschaftlichen System gibt es viele Arten von Arbeitslosigkeit. Eine davon ist die friktionelle Arbeitslosigkeit. Grundsätzlich beschreibt Arbeitslosigkeit ein Missverhältnis zwischen der Zahl der angebotenen Arbeitsstellen für Lohnarbeit und der Zahl der Arbeitssuchenden. Das Missverhältnis besteht dahingehend, dass die Zahl der Arbeitssuchenden die Zahl der angebotenen oder vorhandenen Arbeitsstellen übersteigt. Die friktionelle Arbeitslosigkeit beschreibt dabei eine Form der fehlenden Lohnbeschäftigung, die entsteht während ein Arbeitnehmer die Arbeitsstelle wechselt.

Kündigt ein Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz und kann nicht übergangslos an einem anderen Platz einer Lohnarbeit nachgehen, so entsteht zwischen dem gekündigten und einem möglichen neuen Arbeitsverhältnis ein zeitlicher Verzug. Die Größe, bzw. die Dauer dieses Verzugs wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Hat der Arbeitnehmer selbst gekündigt ist die Wahrscheinlichkeit schneller eine neue Beschäftigung zu finden höher als wenn er gekündigt wurde. Außerdem hängt die Dauer des Zeitraumes in der friktionelle Arbeitslosigkeit entsteht stark vom persönlichen Engagement des Arbeitssuchenden ab und von dessen Eignung für verschiedene Tätigkeiten. Flexible Arbeitssuchende, die ein breites Spektrum an Tätigkeiten ab zu decken in der Lage sind werden einen kürzeren Zeitraum zwischen zwei Arbeitsverhältnissen haben als solche die auf einen einzigen Bereich beschränkt sind. Ausnahmen bestehen natürlich, wenn gerade dieser Bereich zum Zeitpunkt der Suche bei den offenen Stellen überproportional häufig vertreten ist. Friktionelle Arbeitslosigkeit ist auch regional bedingt. In Regionen mit vielen Wirtschaftsbetrieben wird die Zeitdauer bis zum Finden einer Beschäftigung kürzer sein als in ländlichen Gebieten in denen wenige Betriebe angesiedelt sind.

Da aber Arbeitnehmer normalerweise eine Beschäftigung nur aufgeben, wenn sie bereits eine neue Stelle haben, ist die Zeit der friktionellen Arbeitslosigkeit meist relativ kurz und liegt im Durchschnitt bei etwa 2-3 Monaten. Da friktionelle Arbeitslosigkeit eine normale Erscheinung ist, die auch mit der Freiheit in der Arbeitsplatzwahl zusammen hängt, besteht in der Regel kein Handlungsbedarf um sie zu regulieren. Die normale Quote liegt dabei bei etwa 1-2 Prozent.

Copyright 2014 - Arbeitslosigkeit COM